Landschaftspflegeverein Dummersdorfer Ufer e.V.
Der Verein ist im Hinterland der Lübecker Bucht tätig ist. Neben Aufgaben im praktischen Naturschutz liegen die Hauptaufgaben der FÖJlerInnen im Bereich der Umweltpädagogik und der Schäferei.
Eckdaten:
- Kennzahl: 23
- 1 FÖJ-Platz
Ort: Lübeck
Naturschutzstation Dummersdorfer Ufer (Stellenbeschreibung für 2 FÖJ-Stellen des Landschaftspflegeverein Dummersdorfer Ufer)
Der Landschaftspflegeverein Dummersdorfer Ufer e.V. ist ein 1977 gegründeter Naturschutzverein, der heute in 2 Bundesländern (SH,MV) regional, im Hinterland der Lübecker Bucht tätig ist. Der Sitz des Vereins ist die von 1989-2002 aufgebaute Naturschutzstation Dummersdorfer Ufer in Lübeck-Dummersdorf. Von dieser Station aus, sie besteht aus einem Wirtschaftsteil (Stall, Werkstatt), einem Seminarbereich, der Schäferwohnung und den Büros, werden das gleichnamige Naturschutzgebiet NSG „Dummersdorfer Ufer“, einige weitere NSG´s sowie die dazwischen liegende Region im Mündungsgebiet der Trave in die Ostsee betreut. Unser bioregionaler Betreuungsansatz umfaßt so unterschiedliche Betätigungsfelder wie:
- wissenschaftliches Monitoring: Das biologische Monitoring besteht in regelmäßigen Bestandsaufnahmen und Zählungen der Artenvielfalt in den Brennpunkten der biologischen Vielfalt um einerseits einen Überblick für die langfristigen Entwicklungen zu bekommen und andererseits als Kontrolle und Entscheidungshilfe für das Pflegemanagement des Gebietes.
- praktisches Naturschutzmanagement: Die Flächenpflege mit der Schafherde ist insbesondere als Erhaltungspflege der Trockenrasen notwendig. Die Schäferei, die von einem Schäfermeister, der mit seiner Familie auf der Station wohnt, geleitet wird, umfaßt insbesondere die tägliche Versorgung und Kontrolle von über 400 Muttertieren mit ihrem Nachwuchs.
- ökologischer Landbau: Der ökologische Landbau dient einerseits der Pflege der Schutzgebiete und andererseits der Versorgung der Schafherde mit ökologisch erzeugten Heu und Futtergetreide. Zum ökologischen Landbau gehören auch noch weitere Haustiere wie 2-3 Muttersauen, etwa 100 Legehennen, Enten, Gänse, Bienen u.a.
- Öffentlichkeitsarbeit und regionale Naturschutzpolitik: Die Naturschutzstation lebt (glücklicherweise) nicht isoliert in der „Besten aller Welten“, sondern muß sich auch politisch behaupten. Einerseits müssen die Naturschutzgebiete nicht nur vor uneinsichtigen Besuchern, die z.B. ihren Müll wegwerfen, sondern viel dringender noch vor Raubbau durch Kiesgewinnung, Hafenausbau, nicht nachhaltige konventionelle Landwirtschaft bewahrt werden. Andererseits gilt es aber auch, die gesellschaftlichen Kräfte in der Region insgesamt zu ökologischeren Verhaltensweisen zu drängen, zu überreden und letztlich zu überzeugen.
- Naturkindergarten und Ökopädagogik: Am Rande des Ballungsraumes um Lübeck (350.000 EW) gelegen, kommt der Naturschutzstation eine besondere Bedeutung als Verbindungsglied und Mittler zwischen Mensch und Natur zu. So besuchen uns Jahr für Jahr zahllose Kindergruppen, die fachkundig betreut werden müssen. Um diese Intentionen zu vertiefen, haben wir in diesem Jahr (2002) einen Naturkindergarten mit zunächst einer Kindergruppe (16 Kinder) gegründet.
Die Umweltarbeit der Naturschutzstation wird derzeit von 6 hauptamtlichen und 7 ehrenamtlichen Mitarbeitern bzw. Mitgliedern und einer wechselnden Zahl von Praktikanten gemacht.
Vor der Zuordnung der FÖJ-Teilnehmerinen zu einem fest umrissenen Bereich, in dem dann auch ein Teil der Verantwortung zum guten Gelingen übernommen wird, soll eine Orientierungsphase, die alle Tätigkeitsfelder (s.o.) umreißt, vorgeschaltet werden. Die FÖJ-TeilnehmerInnen haben so die Möglichkeit innerhalb der ersten 4 Wochen in alle Bereiche einmal hineinzuschnuppern, um sich dann für einen Schwerpunkt zu entscheiden, vielleicht auch schon eigene Projektideen einzubringen.
Die Wohnräume der FÖJ-Teilnehmerinnen befinden sich in der Naturschutzstation über den Büros.
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