Freiwilliges Ökologisches Jahr
in Schleswig-Holstein

#Hier könnte Ihr Meeresspiegel stehen – Infos zum Meeresspiegelanstieg

Diese Seite ist erstellt von den FÖJ- und ÖBFD-Teilnehmenden aus Schleswig-Holstein zu ihrem Landesaktionstag (LAT) 2020 zum Thema Meeresspiegelanstieg. Der Inhalt dieser Seite wurde durch die Freiwilligen recherchiert und geschrieben und dient der Hintergrundinformation zum LAT.  Der Landesaktionstag ist eine Gemeinschaftsaktion aller Freiwilligen des FÖJ- und ÖBFD-Jahrgangs 2019/2020 um die Öffentlichkeit auf ein umwelt- und klimaschutzrelevantes Thema aufmerksam zu machen und zu informieren

 

#Hier könnte Ihr Meeresspiegel stehen – Infos zum Meeresspiegelanstieg

Auch in Zeiten von Corona steigt unser Meeresspiegel stetig an. Durch den Lockdown haben wir unserem Planeten eine Pause beschert, dies hat jedoch keinen langwierigen Effekt. Deshalb setzen wir FÖJler*innen und ÖBFDler*innen uns an unserem Landesaktionstag dafür ein, dass weiter auf die Thematik aufmerksam gemacht wird.

Aber wieso steigt der Meeresspiegel eigentlich?

Der Meeresspiegelanstieg lässt sich durch drei unterschiedliche Effekte erklären:

  1. Der Sterische Effekt
    Dies beschreibt die Ausdehnung des Wassers in den Ozeanen bei steigenden Temperaturen.
  2. Der Eustatische Effekt
    Dies beschreibt den Wasseranstieg aufgrund der Wasserzufuhr durch abschmelzendes Eis, vor allem durch Gletscher und weitere Eismassen.
  3. Die geologischen Effekte
    Vor allem in Europa bewirkt das Abschmelzen der skandinavischen Eismassen, dass der Norden des Kontinents aufgrund des wegfallenden Gewichts „auftaucht“, während andere Teile absinken.
    Dieser Effekt bedingt den Meeresspiegelanstieg aber nicht global.

Was sind die Folgen in Schleswig-Holstein?

Zunächst sei gesagt: Dieser Text behandelt lediglich die Informationen, die über Schleswig-Holstein vorliegen. Die globalen Auswirkungen des Meeresspiegelanstiegs bedrohen mehrere Ökosysteme und viele Millionen Menschen.

  • Die Auswirkungen des Meeresspiegelanstiegs sind ortsbedingt und schwanken durch verschiedene Faktoren. So kann es in der Nordsee zu einem höheren Anstieg des Meeresspiegels kommen, als in der Ostsee.
  • Die Anzahl der Sturmfluten und Hochwassern wird steigen
  • Der Küstenschutz reicht vermutlich bis gerade einmal 2030 ohne Folgen, bis zum Ende des Jahrhunderts muss in den Küstenschutz deutlich mehr investiert werden.
  • Generell gibt es momentan wenige Studien zu dem Thema, jedoch sind Forschungen zum Meeresspiegelanstieg von der Regierung in SH in Auftrag.

Folgende Simulation zeigt die Entwicklung Schleswig-Holsteins je nach Meeresspiegelanstieg:

https://www.shz.de/regionales/schleswig-holstein/klimawandel-das-droht-der-kueste-id21276767.html 

Was kann man individuell tun?

  • Massentierhaltung beschleunigt den Klimawandel; Fleisch hat eine enorme Treibhausgas und CO2 Belastung. Die zur Herstellung benötigte Energie, der Transport und das Ausscheiden von Methan von beispielsweise Kühen wirken sich schädlich auf das Klima aus
  • Regenwald wird für den Futteranbau (zum Beispiel von Soja) abgeholzt
    1. deshalb: öfter vegetarisch/vegan essen und Tierprodukte aus ökologischer Landwirtschaft konsumieren
    2. regional und saisonal einkaufen
    Transport von Lebensmitteln aus anderen Ländern wirkt sich negativ aus
    → regionale Lebensmittelherstellung ist oft transparenter
  • probieren auf Verpackungsmüll zu verzichten
    → bei Abfüllläden einkaufen oder beim lokalen Wochenmarkt
    → unnötigen Verpackungsmüll meiden
    → eigenen Jutebeutel oder Ähnliches zum Einkaufen mitbringen
  • Second Hand/gebraucht und faire Kleidung einkaufen
  • Auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen und/oder öfter das Fahrrad nutzen
  • Bus, Bahn, Straßenbahn, Carsharing als Alternativen (Wer pro Tag rund 20 Kilometer Arbeitsweg zurücklegt, spart bei einem PKW-Durchschnittsverbrauch von acht Liter auf 100 Kilometer rund 640 Kg CO2 im Jahr)
  • Auf Kurzstreckenflüge verzichten
    → Ein Hin-und Rückflug Hamburg-München verursacht 340 Kg CO2
  • Die fünf „R“s der Nachhaltigkeit:
    → Refuse (deutsch: „vermeiden“)
    → Reduce (deutsch: verringern)
    → Reuse & Repair /deutsch: wieder nutzen & reparieren)
    → Recycle (deutsch: wiederverwerten)
    → Rot (deutsch: verrotten)
Quellen und weitere Infos: